Impressum

Lass mich dein
Fels im
Branntwein
sein.


Massennest
Massenfest
Massenpest
Massentest
Massenrest
Weihnachtsfest


Ich sehe
einen
Tunnel
am Ende des
Tunnels.


Ich sehe ein
Licht
am Anfang des
Tunnels.


Bodenschwelle?
Hodendelle.


Wenn der
Prophet
nicht auf
Propheten
hört könnte die Ursache sein,
dass der Prophet
gar kein Prophet,
sondern ein
Lobbyist
ist.


Kritik

Dein »Texte die was keine Lieder geworden sind.« 
ist ein kraftstrotzendes, schonungsloses,
bäumeausreißen wollendes Bekenntnis
zur Komplexität des
permanenten Lebenssuchenden.

Irgendwo zwischen Brechts
»Geschichten vom Herrn Keuner«
und Ulrike Meinhof´s
»die Würde des Menschen ist unantastbar«.

Wünschte die Texte lassen sich
doch noch irgendwann vertonen.
In diesem Fall wäre ich beim release
in der ersten Reihe.
Und ja, auch ein Mutmacher und
insofern auch ein Ratgeber.


Bei manchem
Geschenk
ist mir der
Preis
zu hoch.


Ich kann das
»Ja, aber« Corona-Gegener-Geschwurbel
nicht mehr hören.

Es ist ganz einfach.
Hinstellen ans Rednerpult und
klipp und klar sagen:

»
Dass es mir Scheiss egal ist,
wenn diese schwachen
Risikogruppen-Menschen
vermehrt sterben.

Dass mir ein paar so
alte, Hiniche
den ganzen gesellschaftlichen
Shutdown nicht wert sind.

Dass eh dauernd irgendwer
an irgendwas stirbt,
jetzt halt ein paar mehr an
diesem China Grippe Virus.
«

Es ist eine moralische Frage.
Eine Frage des Mensch-Seins.
Eine Frage nach dem, was uns
wirklich, wirklich wichtig ist!


Egal ob
Demokratien, Diktaturen oder
Österreich.


Koste es was
es am Ende des Tunnels
wolle.


Ihr
Kinderlein
kommet,
o kommet
doch
all.


Seh Bestie an.


Ich
weiss
wo
deinmein
Containerhaus
wohnt:


Ich habe mich heute
nach dem Duschen, Zähneputzen,
Morgenschiss und erstem
Kaffee
auch gleich ordentlich
deemotionalisiert.

Wie es sich für einen
braven Europäer
gehört.


Im
Kaffehaus
sitzen und 
warten bis deine 
Feinde
vorbei
kommen.


Eigen
Lob
Duft


Das Virus kommt
mit dem Populismus.


Sei
wachsam.


Schneller als ich denken kann
könnte ich ein 
Aussätziger
Infi(s)zierter
Wegzusperrender
Gefährder
Zuüberwachender
Abzuschiebender
Volksschädling
Anstecker
Arbeitsloser
Asozialer
Härtefallender
sein.


13.7603


Kurzarbeit
ist nur ein anderes
Wort für
Langekeinearbeit.


Die Verlängerung
des Lebens
gilt als oberster Wert.

Alles was das Leben
lebenswert macht
wird dem geopfert.

Byung-Cul Han in
»Palliativgesellschaft«


Wien im Juli

Ich bekomme
keine Arbeit mehr
bitte helfen sie mir
Halt den Mund
Bussi Baba
Jetzt alle für alle
Zahngesundheitszentrum
Diese Tür ist schöner als jede
einfarbige Spiessertür
Komm in deine Kraft
Wir lieben das beste Olivenöl
Was is Oida redet wea mit dia
behindate Kua oida!
Werte Kunden aus Gründen der
Sicherheit kein Zutritt 
Selbstbedienung bitte treten sie ein
Julius Meinl
Benutztes Geschirr
Danke für ihre Mithilfe 
Kein Picknickplatz!
Privat kein Zutritt 
Heimat finden und geben 
Wir haften nicht für Garderobe
und Wertsachen
Fluchtwegtür bitte freihalten 
Für LKW über 3,5 t nicht befahrbar
Herzlich willkommen
Feedback


Das
Angenehme
am Kellerstüberl
ist die
Bombensicherheit.


Bei einem
Hypochonder
weisst du nie ob du
die Rettung,
den Leichenwagen
oder eine
Salamipizza
bestellen sollst.


Erst wenn
der letzte
Waldviertler
seine Sohle verloren hat
werden wir erkennen,
daß man Schuhe
nicht essen
kann.


Meiner
Therapeutin
habe ich jetzt
meine
Mutter
empfohlen.


In
Niederösterreich
bauen sie unter dem Keller
einen Keller
mit
Keller.


Der Keller
ist dem Österreicher
Aussichtsturm.


Am weitesten
entfernt
ist das
Naheliegende.


Streit
ohne
Zärtlichkeit
ist
Gewalt.

Zärtlichkeit
ohne
Streit
ist
Illusion.

Gewalt
ohne
Streit
ist
Krieg.

Streit
ohne
Gewalt
ist
Politik.

Zärtlichkeit
ohne
Gewalt
ist
Heilung.

Gewalt
ohne
Zärtlichkeit
ist
Mord.


Feind
ist
wer dich
vernichten
will.

Mit
Haut und Haar.

Auslöschen
was er aus seiner
Sicht
verdammt.

Feindschaft
lässt sich nicht
auf lösen.

Feindschaft
vernichtet sich
bis der Feind sich
selbst
abschafft.

Feind
ist
wer sich
selbst vernichten
will.


Die
Wahrheit
ist die beste
Lüge.


Der Moment
in dem der Mensch
der für dich längst
gestorben ist
wirklich
stirbt.


Es gibt nichts
Härteres
als eine
glückliche
Kindheit.

Es gibt nichts
Langweiligeres
als einen
geschafften
Traum.

Es gibt nichts
Gefährlicheres
als eine
harmonische
Beziehung.

Es gibt nichts
Traurigeres
als ein
geregeltes
Leben.

Es gibt nichts
Leereres
als einen
vergangenen
Orgasmus.

Es gibt nichts
Brennenderes
als einen
neuen
Anfang.


Geh’n mir am Oasch,
alle.


An anderen Orten,
in anderen Systemen,
mit Freunden und neuen Menschen.

Anderes oder Ähnliches anders tun.
Unbeschränkte Veränderung.

Nicht durch und durch der
Wirtschaft verpflichtet.
Ich glaube ja, das
System »Wirtschaft« ist
durchtränkt mit
Dummheit, Stumpfheit und
Krankheit.

Weil innerhalb dieser
engen Regeln das Licht
der menschlichen
Entfaltung verdeckt ist.

Weil wir nicht uns,
sondern dem Geld,
dem Erfolg, der
immer abwesenden und
unbekannten,
unsicheren Zukunft
sklavenhaft dienen.

Heute weil morgen.
Vielleicht.

Die Fähigkeiten,
den Werkzeugkasten,
neu sortieren und mitnehmen,
an einen neuen Ort,
dorthin, wo
Menschlichkeit und Freundschaft,
Liebe das Gesetz
ist.

Dort künstlerisches Leben
lernen, dich täglich neu
erfinden, das
Nochniedagewesene
schaffen.

Aushalten, dass nichts da ist,
außer deiner
Wahrnehmung und deinem
Willen, Etwas in’s
Leben zu bringen.


Ich glaube,
ich hatte gar keine
Schreibmaschine.


Während
wir
Hamsterkauf
Härtefall
Hausarrest
Mundmaske
Pressekonferenz
Frischeluftschnappen
Kurzarbeit

warst du
allein
verlassen
einsam
anonym
isoliert
unbesucht
vergessen
unverabschiedet
am

Sterben.



Kleine Sünden
bestraft Gott
sofort.

Große Sünden
bestraft Göttin ein
Leben lang.


Der Jesus rotiert
am Kreuz.


Gras über die
Leber laufen
lassen.


Gedicht
ist ein Lied
mit
Stille.


Kokse es was es wolle.


Alles
nur nie
gefallen
wollen.


Offiziell
geht es mir super
wie immer.

Inoffiziell
geht mir
die ganze Welt
auf den
Oasch.


Hinterzimmer
ist ein
Keller
ohne
Treppe.


Wo Geld der einzige
Inhalt ist
geht es inhaltlich um
Nichts.


Ab Herbst
keine Ahnung
wie sich das Alles ausgehen
soll und irgendwie
wird es wohl
gehen
müssen.


Obst
Sorge
Berechtigt
Er


Gescheit Reden
ist deppad.

Deppad Reden
ist aber auch 
nicht gescheit.


Fremdenzimmer
Heimatzimmer
Österreich macht frei


Das wird ein guter Sommer
Mach Urlaub von deiner Kurzarbeit
Mach Urlaub von deiner Arbeitslosigkeit
Mach Urlaub von deinem Lockdown
Mach Urlaub von deinem Socialdistancing
Mach Urlaub von deiner Angst
Mach Urlaub von tausend Pressekonferenzen
Wach Urlaub von deinem Auftrittsverboten
Mach Urlaub von deinem Härtefall
Mach Urlaub von deiner Kopffalldecke
Mach Urlaub von deinem Hamsterkauf
Mach Urlaub von deinem Klopapier
Mach Urlaub von deiner Paranoia
Mach Urlaub von deiner Mundnasemaske
Mach Urlaub won deinem Homeoffice
Mach Urlaub von deinem Desinfektionsmittel
Mach Urlaub von deiner Kündigung
Mach Urlaub von deiner Verschwörungstheorie
Mach Urlaub von deinem Ellenbogenniessen
Mach Urlaub von deiner Abstandsregel
Mach Urlaub von deinem Händewaschen
Mach Urlaub von deiner Covid19verordnung
Mach Urlaub von deines Diefüssevertreten
Mach Urlaub von deiner Polizeistrafe
Mach Urlaub von deiner Quarantäne
Mach Urlaub von deinem Ischgl
Mach Urlaub von deiner Plexiglaswand
Mach Urlaub von deinem Urlaubsgeld
Auf Dich wartet ein guter Sommer
Front
Urlaub
Dein
Österreich
Heil durch Heimat


Nach der Krise
ist vor dem
Urlaub.

Nach dem Urlaub
ist vor der
Krise.


Auf dich wartet ein guter Sommer.


Der
Selbstmordattentäter
kommt nicht mehr nach
Europa
weil er sich
fürchtet am Virus
zu sterben.


Mut und Feigheit
Eine große Liebe
Der eine wäre ohne die andere
vollkommen sinnlos.

Die eine wäre ohne en anderen
vollkommen unerkannt.

Mut und Feigheit
Zwei Einsame
treffen sich
verbinden ihre Schatten
und sind
gemeinsam
ungestüm und vorsichtig.


Das Gegenteil
von
Macht

ist nicht
Ohnmacht
sondern

Traurigkeit.


Kauft nicht bei
nicht
Deutschen.

Kommt zu
uns auf
Urlaub.


Missverständnis
Nichts
Ist
Glaube
Es wäre nicht von
Wert
Alles
Nichts
Ist
Es


Ich würde mich
ja gerne fürchten
wenn ich nur
wüsste wovor.


Grün ist ab
Braun da
Dahinter ist Davor
Wir sind vor der
braunen Hecke
Klein
Geist
Garten
Hecken
Versteck
Oben
Blau der
Himmel
Weit


Deine
Freunde
du
bist.


Wir ziehen alle
koste es was es wolle
in einem Boot
an einem Strang.

Da könnte ja jeder
haben wir schon immer
wirst schon sehen
der Apfel fällt nicht weit.

Wer wenn nicht wir
es trifft immer die Richtigen
selber schuld
kein Mitleid.

Das war schon immer
hätte es unterm Dolferl
Österreich ist frei
es war ja nicht alles schlecht.

Ich hab nix gegen aber
haben sie schon gehört
Ehre wem Ehre
von Nix kommt nix.

Trifft eh kan Oamen
wie der Vater so der
wie des Herrl so der
wo wir sind ist Vorne.

Wer hat gesagt
dass es einfach wird
ohne Fleiss kein Preis
wir sind das Volk.


Zuversicht
Sichtzuist


Macht
Angst
Gefahr

Macht
Liebe
Glück


Raus auf die Felder
Ihr Künstler

Raus auf die Felder
Ihr Arbeitslosen

Raus auf die Felder
Ihr Lebensberater

Raus auf die Felder
Ihr Scheinselbständigen

Raus auf die Felder
Ihr Urbangardeningbobos

Raus auf die Felder
Ihr Billeteure, Bühnentechniker und
PR – Onkel und Tanten

Raus auf die Felder
Ihr Sozialschmarotzer

Raus auf die Felder
Ihr Ehbehuhs

Raus auf die Felder
Ihr Selbstverwirklicher

Raus auf die Felder
Ihr Altenpfleger

Raus auf die Felder
Ihr Flüchtlinge

Raus auf die Felder
Ihr Unfleissigen

Raus auf die Felder
Ihr Härtefälle

Raus auf die Felder
Ihr Unendichen.


Schleichts
euch,
ihr
unnedichten
Künstler.


Kein
Nachteil
ohne
Nachteil.


»Wir haben beraten, wir haben Alternativen gesucht, wir wissen nicht, was die Wahrheit ist. Und wir haben uns für diese eine Variante entschieden, uns entschlossen, diesen Weg zu gehen. Weil wir hoffen, dass es uns dadurch gelingen wird, möglichst viele Menschenleben zu retten und gleichzeitig den geringsten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Schaden anzurichten. Es wird mehr kosten als wir uns leisten können. Wir und die Folgegenerationen werden leiden. Doch wir müssen diesen Weg gehen. Wir wissen, dass auch scheitern können. Wir geben unser Bestes – und ich bitte Sie alle um Ihr Vertrauen. Und ich bitte schon jetzt um Vergebung für alle Fehler und Schmerzen, die dadurch entstehen werden. Es tut mir leid. Ich gebe mein Bestes.«


Eine Gesellschaft
die panisch den
Tod bekämpft ist
am Sterben.


Am
Paketboten
liegt der erschöpfte
Parkettbode


Jeder Mensch kann mit
meiner Nächstenliebe rechnen,
solange er ein
Österreicher
ist.


flatten
the
hocknstad
curve.


flatten
the
insolvency
curve.


morgen dann
gleich nochmal
da bin ich
aber nicht
mehr
da


Papier 
ist geduldig.
Facebook
ist nervös.


Freundschaft heißt nicht »Wir streiten nie«.
Freundschaft ist – im Gegenteil – dazu da,
gut streiten zu können.
Freundschaft
ist der Grund und Boden,
der es uns ermöglicht, sogar
verpflichtet, uns zu zeigen.
Und uns unsere Meinungen,
Ideen, Gefühle und Wahrnehmungen
zu schenken. Wirkliche Freundschaft
beschützt uns und ermöglicht,
dass wir uns ganz nah sind,
uns ganz genau sehen
und erkennen können.
Wirkliche Freundschaft ist achtsam
und mutig genug zu benennen,
wovor wir Angst haben.
Angst, den Freund zu verletzen.
Doch am meisten verletzt es,
nicht die Wahrheit gesagt
zu bekommen. 


Den Mut, Fehler zu Gunsten deiner eigenen
Intuition zu riskieren, schätze ich sehr.

Nichts ist für mich langweiliger und
auch unerträglicher, als ein Mensch der
mich beeindrucken will.
Als jemand, der seine Gedanken
pausenlos um sein Ziel, um seine
Absicht kreisen lässt, jede Mimik,
jedes Wort, jede Handbewegung
zuvor durch seinen eigenen
geistigen Filter presst,
um nur das durchzulassen,
was er glaubt, dass es ihm
nutzen wird. Wo bleiben denn
all diese „negativen« Aspekte,
Worte hängen? Verschwunden
können sie ja nicht sein. Sie
verkleben diesen Menschen
Zelle für Zelle, vergiften Partikel
für Partikel seine Seele, sein
Wesen, seine Ausstrahlung.
So wie ich noch kein Gesicht
entdeckt habe, welches nach
einer eitlen Schönheitsoperation
auch nur einen Deut schöner
geworden wäre. Im Gegenteil:
Jede fehlende, wegkaschierte
Falte nimmt der Schönheit
ihre Kraft. Ihr Fundament.
Genau so wirken Menschen,
die geschönt kommunizieren,
die uns nur ihre polierte
Vorderseite zeigen wollen:
Sie sind hässlich. 


Freundschaft

Wieviel
Freundschaft
gewinnen wir
wenn wir streiten
bis es gut ist?

Wieviel
Freundschaft
verlieren wir
wenn wir schweigen
bis es weh tut?

Wieviel
Freundschaft
brauchen wir
bis wir glauben
dass sie hält?

Wieviel
Freundschaft
schaffen wir
wenn wir Freundschaft
nicht verstehen?

Freundschaft
weigert sich
dein Feind
zu sein.


Wann hast 
du dich
zuletzt so 
richtig geliebt
gefühlt?


Unter all den dringenden und wichtigen Aufgaben,
die wir in Österreich und Europa zu meistern
haben, gibt es drei besonders effektvolle:

1
Die Potenziale der Kinder und Jugendlichen,
auch der sozial Schwächeren
bedingungslos fördern und fordern.

2
Unsere Geschichte, Verantwortungen
vorbehaltslos und mutig enttabuisieren
und so aufarbeiten, dass ein
neues Bewusstsein davon entsteht.

3
Wieder ein gutgläubiges Land werden,
jenseits von Religionen an die Liebe zu glauben,
unsere Phantasie und Lebensfreude
gemeinsam wieder zu entdecken.
Die Herzen wieder öffnen. 


Vielleicht stehe und sehe ich
viel zu weit links Außen
Vielleicht irre ich mich
Vielleicht verblendet mich meine eigene Einfachheit.
Vielleicht war ich einfach froh,
meinen vermotteten Kleiderschrank,
die globigen Waldviertler
endlich nachhaltig los werden,
entsorgen zu können

Gutmenschig.
Bahnhof war großes Kino,
sehen und gesehen werden.
Dieses „ich werde gebraucht, also bin ich“
Vielleicht sitzt da so ein kleiner verkrampfter Kickl
auch versteckt in mir drinnen.
Vielleicht.

Vielleicht rebelliert
mein eigener Steuerflüchtling in mir
Hasst heimlich alle Hilfsbedürftigen
Neidet ein kleiner Strache
tief drin in mir dem Armen sein Leid.
Vielleicht war der eine, kurze Gedanke,
der sofort wieder verflogene Gedanke,
dieser kurz dagewesene Drecksgedanke
Ein Teil von meiner Wahrheit.

Vielleicht bin ich wirklich froh,
dass jetzt wieder ein bisserl strengere Gesetze
und Regeln kommen
Weil – ich mein ja nur.

Vielleicht bin ich nur
so ein ganz kleines bisschen
verdrängt, vergutmenscht,
vermoralisiert

Vielleicht sickert
aber auch einfach nur euer
Heute, Krone, Facebook Gift
in meine liebende Gedankenwelt,
in mein eurem menschenverachtenden Dauerfeuer
ausgesetztes Bewusstsein ein,
terrorisiert mich eure Dauerpopulistenscheiße,
dringen ab und zu eure Giftpfeile
zu meiner Seele durch,
verletzen sie, beschmutzen
und zerkratzen mich.

Vielleicht.

Sicher ist: Ich liebe mich.
Sicher ist: Ich hasse nicht.
Sicher ist: Ich denke nach.
Sicher ist: Ich bleibe wach.


Was war zuerst?

Das Arschloch,
welches die Menschen so nannten
oder der Mensch, den sie 
Arschloch nannten?

Wird ein Mensch weniger
Nazi indem wir ihn im
Dauerfeuer Nazi nennen
oder ist es umgekehrt?

Wird ein Nazi weniger
Mensch indem wir ihn im
Dauerfeuer Mensch nennen
oder ist es umgekehrt?

Wird ein Mensch weniger
Mensch indem wir ihn im
Dauerfeuer Nazi nennen
oder ist es umgekehrt?

Wird ein Nazi mehr
Nazi wenn wir ihn im
Dauerfeuer Nazi nennen
oder ist es umgekehrt?

Wird ein Mensch
Wird ein Nazi
Dauerfeuer bleibt
Dauerfeuer.


7
Sekunden
mittendrin
7
Minuten
geschockt
7
Stunden
begriffen
7
Tage
verflogen
7
Wochen
vergessen
7
Monate
verdrängt
7
Jahre
verdreht
7
Jahrzehnte
es fängt wieder an.


Wem
außer dem Teufel

kann ich meine
Seele
verkaufen?


Das Vakuum
an Spirit,
Vision und
Authentizität
ist aktuell so groß, dass
Zwerge wie
Riesen wirken.


Kinder,
Betrunkene
&
Politiker 
sagen die 
Wahrheit.

Kinder
&
Betrunkene
Politiker
sagen die
Wahrheit.


Wirtschafts
Wunder
Land

Im Anschluss
an den Absturz
nach dem Anschluss

Im Antlitz
des selbst bejubelten
Anschlusses

Auf Trümmern
der Antwort
auf den Angriff

Auf Leichen
nach dem Abschluss
am Schluss

In Not
nach dem Größenwahn
des Arischen

Im Angesicht
des Wahnsinns
Österreich
Im Schein
Heiligen
Opferkult

Aus Schutt
mit Asche
Wiederaufbau

Mit Stolz
und Wehmut
Weh leidig

Im Hochmut
die Demut
verschüttet

Eitle Häuser

Wiederaufbau
statt Mahnmale

Im Keller
die Leichen
niemals weichen

Wirtschaft
Wunder
Land

Wunden
Land.


Alois
Klara

Gustav
Ida
Otto
Adolf
Edmund
Paula

Alois fickt Klara
Gustav stirbt mit Zwei
Ida stirbt Zwei
Alois prügelt Klara
Otto stirbt mit Eins
Alois fickt Klara
Adolf liebt Klara
Alois prügelt Adolf
Edmund stirbt mit Sechs
Alois fickt Klara
Paula lebt
Alois züchtet Bienen
Alois stirbt mit Sechsundsechzig
Klara und Paula umsorgen Adolf

August freundet Adolf
Adolf freundet August
August und Adolf mögen Wagner

Adolf pflegt Klara
Klara stirbt mit Siebenundvierzig

August studiert Kunst
Adolf nicht

Adolf ist pleite
Adolf redet
Adolf mordet Massen

Adolf stirbt mit Sechsundfünfzig.

Paula lebt
Paula stirbt mit Vierundsechzig.


Wozu ist
Österreich
frei?


Zwei Jahrzehnte
lang hatten sie
schweigend
Analsex im
Reihenhaus.
Bis im
Scheidungsantrag 
zu lesen war,
dass er es immer
nur ihr zu liebe
getan hat.


Reihe
Reihenhaus
Reihenhaussiedlung
Reihenhasssiedlung
Reichenhasssiedlung
Reinrassensiedlung
Rassenhasssiedlung
Leichenhaussiedlung
Leichenaussiedlung
Thuyenheckenweitblick
Markisenschatten
Gardenainvasion
Weberkugelgrillcontest
Reihohneglied.
Wer stirbt als erster?


Zwischen Leithagebirge 
und 
Wienerwald
vegetiert 
ein Becken
sinnlos
und
grauenerregend
vor sich 
hin.

Wenn da
bloß ein Loch
wäre im Leithagebirge,
von Ost nach West.
Dann könnte 
ich vom Anninger
aus
den
Neusiedlersee
sehen.


Wer aus
der Kirche 
ausgetreten ist,
muss bei
Weihnachten 
Eintritt 
zahlen.


Solange meine
Hecke blickdicht 
ist, stören mich
die Blicke der 
Nachbarn nicht.


Wir rasen mit
Tunnelblick auf eine Wand zu,
die Frage ist nur,
ob wir es bis zur Wand
schaffen.


Dankbarkeit
ist kein Wahlmotiv.
Ich freu mich auf
die ersten Wahlen
nach Corona.


Gelegenheit
macht
Kündigung.


Zu Tode gefürchtet
ist auch gestorben.


Ich hab die
Normalitätsroute
geschlossen.


Der Ungläubige

Alle mit dem Namen
Thomas müssen sofort
getötet werden.


Zwei Verletzte finden sich,
verbinden ihre Wunden
und vergessen ihren Schmerz.


Was hast du getan,
von dem du heute denkst,
du hättest es nicht tun sollen?


Was hast du unterlassen zu
tun, von dem du heute denkst,

du hättest es tun sollen?


Irgendwann

erkannte ich, dass es mir
besser geht, wenn ich
anderen Leid zufügte.
So begann ich die »Tschuschen«
vom Reumannplatz zu
hassen und suchte die
Konfrontation.
Sehr oft zu meinem Schaden,
denn die »Tschuschen«
lernten schon früh
effektivere Kampftechniken.

Irgendwann

sagte mir meine
deutsche Oma, dass die
Juden nichts wert wären,
dass die Juden das Leben
meines Großvaters
ruiniert hätten.
Dass die Juden daran
schuld wären, dass mein
Vater lange ohne Vater
aufgewachsen war und
Oma die vier Kinder allein
hatte großziehen müssen.
So war es für mich ganz
klar und legitim, Simon Grünberg
zu hassen und ihm das
Leben in meiner Klasse
zur Hölle zu machen.

Irgendwann

konnte ich nicht mehr,
ich war leer, orientierungslos,
versoffen, unglücklich und
liebesunfähig.


Bier

So mit zwölf Jahren
trank ich meine ersten
zwei Flaschen Bier hintereinander
und erlebte ein
unbeschreibliches Glücksgefühl,
ähnlich dem Hochgefühl,
das ich von meinen Übungen
mit Hubsi her kannte.


Irgendwann flog auch ein
Fernseher aus einem Fenster.

Aus dem vierten Stock.

Ein Mann hatte durchgedreht.
Ich erinnere mich gut – die Polizei
hatte ihn kurz darauf abgeholt,
er ging mit blutigen Füßen über
den heißen Asphalt,
die roten Fußspuren waren bis
zum nächsten Regen zu sehen.

Für alle Erwachsenen,
so auch für meine Mutter,
war der Mann
selber schuld.
Sie sagte mir, dass
er »verrückt« geworden sei.

Vielleicht lags am Programm.


Die junge Mutter ist aus dem
fünften Stock gesprungen.

Wir Buben haben uns
dann ganz genau diese
Mulde angesehen, welche
ihr Aufprall in der
Wiese hinterlassen hat.

Heute noch läuft es mir
eiskalt über den Rücken und
der Magen zieht sich zusammen,
wenn ich an der Stelle
vorbeikomme.

Noch immer blicke ich
wie gelähmt auf diesen
Quadratmeter Erde und
begreife es nicht.

»Die Frau hatte Depressionen«,
erklärte mir meine Mama.


Was hindert dich daran
glücklich zu sein?


Was macht dich in
deinem Leben
glücklich?


Was bedeutet
Glücklichsein für dich?


Welches Ereignis in
deinem Leben

hat dich,
maßgeblich verändert?


Welches Ereignis
in deinem Leben

möchtest du
nie mehr wieder erleben?


Sag mir,
was du bist.


Wollt ihr
Verlängerung?

Nein!!!

Wollt ihr
Elfmeterschiessen?

Nein!!!

Was wollt ihr
denn!?

Neue
Normalität!!!
Neue
Normalität!!!
Neue
Normalität!!!
Neue
Normalität!!!
Neue
Normalität!!!
Neue
Normalität!!!
Neue
Normalität!!!
Neue
Normalität!!!



Nach vier Wochen
daheim in der verfickten
balkonlosen trostlosen
Gemeindebauwohnung
planen sicher schon ein paar
Grossfeldsiedler mit dem
Schlauchboot über die
Donau
in den reichen
Süden zu
flüchten.


In Österreich
ist die durchschnittliche
Lebenserwartung
81 Jahre.


koste es, was es wolle · mit aller Gewalt · mit Gewalt (auch figurativ) · ohne Rücksicht auf Verluste · partout · um jeden Preis · unbedingt · und sei es mit Gewalt · unter allen Umständen · zu allem entschlossen · zum Äußersten entschlossen · auf Biegen und Brechen (ugs.) · auf Gedeih und Verderb (ugs.)


Annehmen,
nicht nur runterschlucken.

Einatmen:
Das ist der Nektar des Lebens.
Die Schönheit des Weinens
wieder entdecken und tief
in dieses Tal der Emotionen eintauchen.

Und darauf vertrauen, dass es
dich immer wieder hinausspült
aufs weite Meer.


Wenn Weinen
Schwäche bedeutet,
dann haben wir
ein Problem.


Mutige Eltern
sind ein
Segen für die Welt.


Freund ist jemand, der mich
verstehen will
in allem, wie ich bin, und
der nicht in fixen Bildern
verharrt, die mich bewerten und
verurteilen.

Freundschaft ist frei von
Rechtfertigung und Schuld,
Freundschaft baut auf Verantwortung und
Gelassenheit. 
 


Es scheint uns angeboren zu sein,
dass wir die Verletzungen in uns zuerst
einmal im Außen zu heilen versuchen.

Weil da tut’s nicht so weh.
Da kann ich dort draußen schon
einmal die Welt retten, während
in mir selber Krieg herrscht.


Es gibt einen sicheren
Weg ins Leid und das
ist der Versuch der

Leidvermeidung.


Wir bauen uns scheinbar
unverwundbare Lebensräume,
wir bauen uns Sicherheitsräume.

Und was passiert,
was ist der Preis dafür?

Wir leben nicht.
Und was ist die Folge aus dem
Nicht-Leben? Traurigkeit.
Was ist die Folge aus zu lange
erlebter Traurigkeit?

Depression.
Aggression.
Wut. Zorn. Hass.
Krankheit. Sucht.

Selbstmord. 


Wenn wir uns unsere
Wunden zeigen, werden
wir vor lauter Traurigkeit
einige Monate lang aus dem
Heulen nicht herauskommen.

Dann sind wir endlich
betroffen, dann gehen
wir mit unseren größten
Verletzungen in unsere
größte Kraft.

Dann dürfen wir uns
endlich zeigen,
wie wir
wirklich sind.


Wir brauchen Kinder,
die Kinder sein dürfen. 


Meine größte Fähigkeit
ist aus der Angst unterzugehen
entstanden.


Akzeptieren, dass es keine
endgültige Sicherheit gibt.

Ja, ich bin verwundbar.
Ja, in diesem Leben werde ich
sterben. 


Was bedeutet es, wenn sich ein
ganzes Volk Abend für Abend stumpf
macht mit Alkohol, mit Fernsehen oder
Marihuana, um mit den Eindrücken des
Tages irgendwie fertig zu werden?

Wir saufen und kiffen uns im besten
Fall die Welt schön. 


Oft stecken wir in nicht
gestellten Fragen fest,
weil wir uns fürchten, die
Antwort nicht auszuhalten.


Was ich verstanden habe,
ist gelöst. 


Die Angst warnt mich.
Sie gehört nicht verdrängt,
sie gehört verstanden.


Wir werden hinschauen dürfen,
endlich.

Und das befreit.
Befreit von dem Schmerz,
der unter der Dunkelheit der
Verdrängung entstanden ist.
Der Tabuisierung.

Gemeinsam dürfen wir hinsehen,
was gelaufen ist.
Jenseits von Opfer- und Täterrolle.
Von Schuld und Unschuld.

Wir werden gemeinsam die
Orte der Verletzung, des
Wahnsinns beschauen und beweinen.

Was gilt es dort zu verstehen?
Wie war das möglich?

Nur wenn wir es verstehen,
wird es wieder gut.


Glaub mir kein Wort,
glaub deiner Gänsehaut.


Lass weg,
was dich nicht begeistert.

Wenn du aufhörst,
das zu tun, was du nicht willst –
was bleibt dann?


In die Stille
gehen
und
aushalten, dass
nichts mehr
da ist.


Wann beginnst du,
dich nicht mehr aus der
Vergangenheit
zu
definieren? 


Dass wir frei »von« etwas sein wollen,
wissen wir ganz schnell.
Das ist auch wichtig.
Ich will frei von Leid sein.

Aber
frei »wofür«?

Dafür braucht es andere Fähigkeiten,
zum Beispiel die Fähigkeit zu
träumen und meinen
Träumen zu glauben. 


Scheitern erdet.

Eine Möglichkeit,
in den Wandel zu kommen,
ist es allemal.

Dann habe ich Zeit,
meine Wunden zu betrachten,
mich zu sammeln und
mich aus dieser Asche
wieder aufzurichten – und

als erneuerter Mensch
aus der Krise
herauszukommen.


Wir dürfen
Revoluzzer sein und aussteigen

aus einer langweiligen,
krank machenden Zugfahrt.

Wir müssen erwachen
in diesem Schlafwaggon,
der uns auf Schienen irgendwo hinführt,
wohin wir gar nicht wollen.


Es genügt die Begegnung
mit einem einzigen Menschen

in deinem Leben,
der dein Potenzial erkennt und
dir dieses auch zum Ausdruck bringt.

Durch eine stille Begegnung,
durch eine Umarmung,
ein Wort oder ein Stück
gemeinsamen Lebenswegs.

Ein Mensch,
der dich sieht und
dir zutraut,
dass du dich in deiner ganzen
Größe entfaltest.


Niemand
kann
uns
zum Krieg zwingen.


Zum
inneren
Krieg
schon gar nicht.


Wir brauchen für
zu viele Dinge Geld,
weil wir nicht fähig sind,
über Beziehungen
unsere Leistungen zu
tauschen.


Streit schlichtet.
Streiten ist
Friedensarbeit.

Es gehört mehr
gestritten und weniger
hinuntergeschluckt.


In der Krise
übernimmt das
Aussen die Führung über
mich.

Dann werde
ich nicht mehr gefragt, die
Krise führt mich.


Tut es schon weh genug,
um mich zu verändern?
Oder mache ich weiter wie
bisher?
Ist der Schmerz,
den ich durch beibehalten
meines Weges erleide,
weniger schlimm als meine
Angst vor der Veränderung?


Akzeptieren,
dass es keine
endgültige Sicherheit gibt.
Ja, ich bin verwundbar.
Ja, in diesem Leben
werde ich sterben.


Degenerieren uns
Generation für
Generation
Schrumpfen uns
Einzelkind für
Einzelkind
Verwählen uns
Angst für
Angst.


Hingabe an deine Führung
endet dort wo du dich als Gott inszenierst.

Wehe dir wenn du sie missbrauchst
dann Gnade dir Gott.


Jetzt hat das Opferland
was es sich seit dem 
so tiefseelig ersehnt hat

Opferland
Endlich Opferland
Endlich selber eine bedürftige 
arme bedrohte
Opfersau

Endlich kann ich mich in mein
strunzdummes
Kindich
verpissen
meinen Staub wischen
Lurch nachrennen

Dem Führer mein Herz schenken
Er der was mich jetzt beschützt
Er der was mir jetzt sagt was ich machen soll
Noch besser: Was ich nicht machen soll

Diese Opferkultur
Unbewusstheit
Hilfe ich fürchte mich
Hilfe, Hilfe
Hilfe oh du mein Führer

Ich häng die Fahne raus
Ich verpfeiff alle die nur noch zu dumm
Die was noch keine Angst haben vor dem Bösen
Das Böse vor dem du mich beschützt

Oh du mein Führer
Ich habe solche Angst
Ich sterbe
Beschütze mich
Denk für mich
Sag mir was ich sagen soll
Sag mir was ich sagen darf

Oh du mein Führer
Ich danke dir

Wenn du es sagst
Wenn du es machst
Wenn du es siehst
Wenn du es weißt
Wenn du es tust
Wenn du es bist
Führe mich

Damit ich
Endlich wieder
So wie ein kleines deppades ängstliches strunzdeppades 
Opferkind sein darf

Mich um nichts kümmern
meinen Staub wischen
Lurch nachrennen
Aus dem Fenster schauen
Vernadern
Die anderen die was zu blöd sind sich zu fürchten

Endlich
Wickel mich, fütter mich
Danke

Oh du mein Führer.


Frag mich endlich
warum ich mich fürchte
auf welche Fragen ich keine Antwort weiß

Frag mich endlich
warum ich noch da bin
wohin ich gerne wollte und es nie

Frag mich endlich
wohin ich will
wer mir fehlt

Frag mich endlich
was ich mir von dir wünsche
was ich mir nicht sagen 

Frag mich endlich

Wer ich wirklich
was ich von mir glaube
was meine größte Angst
was meine größte Kraft

Frag mich endlich
ob ich glücklich
wo ich leben

Frag mich endlich
was ich dich schon immer fragen wollt

Frag mich endlich
wo mein Schatz vergraben ist
was in meiner verbotensten Phantasie
verbogen, verborgen

Frag mich endlich
was in mir schläft
wo meine Grenze der

Würdelosigkeit

Frag mich endlich
was passieren muss damit ich mich erhebe
ob ich mir vorstellen kann es zu

Frag mich endlich
ob ich schon wüsste wie
wen ich vorher
als den letzten Menschen
bevor ich mich
selber

Frag mich endlich
wie lange ich noch will.


Sinnlos
falls du überlegst dich
auszuziehen
lass deine Bluse an
lass dein Leiberl an
denk nicht mal daran nachzudenken
überleg nicht worüber du dich bücken könntest
überleg nicht
bück dich dort wo du gerade bist
den Rest übernehme ich.


Raue Schale
Rauer Kern


Es kann gut sein
es liegt mehr hinter 
als vor mir.


Koste es was es wolle
spring nicht
bleib da
koste es was es wolle
aber die Wahrheit ist
spring nicht
bleib da
koste es was es wolle
es ist nur Geld
bleib da
spring nicht
alles ist gut
du bist mehr als das
koste es was es wolle

Ich tröste dich
bleib da
tröste dich was es wolle
warte ab
alles ist gut
spring nicht
koste es was es wolle
es ist nur Geld
du bist viel mehr
bleib da
spring nicht
spring nicht

Alles ist gut
es geht vorbei weil es wolle
aber die Wahrheit ist

Du bist
Härtefall


Geld du Hure
Koste es was es wolle
verschissenes Gefängnis
Versklavungsdreck
klebst dich dazwischen
wo kein Geldschein zwischen
verpickst uns die Poren
würgst das Direkte
spuckst in die Suppe unserer Gesellschaft
machst dich wichtig wo du nicht wichtig bist.
Schleich dich aus meinem Leben.

Geld du Hure
verfickte Droge
Blickvertrübungsscheisse
hurns.
Fickst mich täglich durch die Wüste
verzinst dich bist damit nie genug
verbrennst zwischen Menschen ohne jemals wirklich da gewesen zu sein.

Geld du Hure
Koste es was es wolle

verschwindest wenn man dich am meisten braucht
versicherst die Unsicherheit mit Verlass
tust so als ob du etwas wärst
etwas mit Potenz, mit Samen, mit Heimat.
Wie ein Schas.

Geld du Hure
Koste es was es wolle

Versteckungsscheinwelt
hurns
Domina mit Nagelpeitsche
Versuchung
Schmerzpatient.

Verpiss dich!
Schleich dich!
Verschwinde aus unserem Leben
inflationier dich du 

Unnediche.


Wer 
koste es was es wolle 
sagt

sagt auch
rette wen es wolle
sagt auch
rette es nur wer zahlt
sagt auch
koste es wen es rette
sagt auch
wolle es was es koste
sagt auch
wer zahlt schafft an
sagt auch
ohne Fleiß kein Preis
sagt auch
zahle es wer es wolle
sagt auch
rette sich wer kann
sagt auch
sie werden sich noch wundern,
was alles möglich ist.

Glaube ihm kein Wort.
An den Taten sollt ihr ihn messen.
Koste es was es wolle.


Katze es was es wolle.


Kotze es was es wolle.
Kotze es was es Wolle.
Kotze es was EU wolle.
Kotze es was er wolle.
Kotze er was er wolle.


Wie dankbar 
ich dem Virus bin.

Da kommt so ein 
fuzzikleiner
Giftzwerg daher
spricht kein Wort
Deutsch
kennt sich in unserer
Gegend Nüsse aus
hat Null einbezahlt 
in unser System
kostet uns Milliarden
geht auf unsere Großeltern los
die was doch alles 
nach dem Krieg aufgebaut 
nicht davongeflüchtet so wie
heutige Viren.

Da kommt so ein 
fuzzikleiner
Ausländer daher

hält sich nicht
an unsere Gesetze
an unsere Werte
stellt alles auf den 
Kopf
zerpanikt uns
hysterisiert uns
aus der 
Langweiligkeit heraus.

Da könnt ja 
Jeder kommen
und uns zur
Veränderung
zwingen.

Als ob wir den hier
gebraucht hätten für
irgendwas.

Wie dankbar
ich dem Virus bin.

Wo kommen wir denn hin
wenn jeder dahergelaufene
Amateurvirus
uns aus unserem 
Dauerrausch reißt
uns die Melancholie streitig macht uns
Österreichern.

Glauben machen will
unser Leben sei nicht für die
Ewigkeit!?

Schleichen sie sich Ihnen
aber schnell
hier wird nicht
gestorben.

Gehen’s wieder zurück
dorthin wo’s her gekommen
san.

Sie 
Unnedicher.


Eines Tages
eines Nachts
wird es passieren
wird keiner damit rechnen
niemand wird im
Nachhinein
verstehen können wie es
möglich war, wie einer wie ich
jemand, den was man
immer als zuvorkommend
höflich und gebildet kannte
ein Mann Mitte Fünfzig
erfolgreich
immer gut gekleidet
wie er es ohne mit der
Wimper zu zucken 
über’s Herz brachte 
sein iphone II pro mit einem
Hunderternagel an die
Wand zu
nageln.


Eine Nation
Ein Virus
Ein Kaufrausch
Ein Klopapier


Ein Virus
zwingt uns zu
Abgrenzung, Isolation und 
Einsamkeit.

Führt uns
zugleich unseren 
kranken Egoismus vor
Augen.

Stärkt unseren
Zusammenhalt.

Paradox,
Oida.


Nur Idioten 
beharren auf ihrem 
Plan obwohl sich die 
Rahmenbedingungen 
massiv verändert
haben.


Um die Wahrheit zu sagen
heute Nacht hat es mich geträumt
du hattest einen so wie ich
kleiner, aber du hattest einen
prall, schön, heiß und
kerzengerade.

Er war dort, wo sonst das Zarte ist
wo es mich eben weil
er dort nicht ist
magisch hin zieht, an zieht,
rein zieht.

Plötzlich war er da
aufgeregt, schon leicht nass.
An der Spitze
dein weisser Saft.

Selbst hast du es dir gemacht
stolz mit beiden Händen
gezeigt hast du ihn mir
da musste ich zupacken,
hingreifen, mitspielen.

Ruck für Ruck mit zartfester Umarmung
immer mehr von deinem Saft
auf meinen Fingern
da rinnt mir der Speichel
im Mund zusammen.

Jetzt oder nie denk ich mir
als ob ich noch denken könnte
vor lauter Lust auf
Deinen.

Wie du wohl schmecken wirst
denk ich mir ohne denken
zu können
her damit, küssen,
saugen, schmecken.
Kurz war sie da, die Scham,
was mach ich da,
darf ich das,
wenn mich wer sieht.

Warum auch immer
bin ich überrascht
du schmeckst wie ich
salzig, leicht klebrig,
schleimig, herb.
Jedenfalls schmeckst du so
wie kein Gewürz der Welt
wie keine andere Speise.

Keiner schafft mich derartig
fremdvertraut zu erregen
meinen Geschmack,
meinen Schluck, meine Nase
sosehr in diese Mischung
aus Angst und Gier
zu verwandeln.

Um die Wahrheit zu sagen
heute Nacht hat es mich geträumt.
Du hattest einen so wie ich.

Härter, praller, gieriger, gerader.
Doch so wie meiner war
er da und erregte mich
erfreute mich riss mir
den Mund auf
und die Zunge nach vorne
zwang mich zu essen,
zu lecken, zu kosten.
Was da ist. Was rinnt.
Was spritzt und quillt.

Du warst immer du
in dir bei dir vor mir in mir.

Um die Wahrheit zu sagen
heute Nacht hat es mich geträumt.

Ich hatte einen so wie du
du hattest einen so wie ich.

Ich war du warst ich.


Zitternd
bibbernd
impotent
stolz
sind wir.

Das Volk.


Begräbnis.

Der Tag an dem 
dich alle am
Arsch lecken
können.


Tag für Tag
den Fußvolkigen
Angst gemacht,
dreckigen Wein eingeschenkt,
abgelenkt, weggeplänkelt, verpopulistet.

Geschürt provoziert gehetzt
sie schmal gebrüstet
irgendwelche Routen geschlossen
Angst gemacht
ins Hirn geschissen.

Die tiefsten Triebe mit
Marketing desfunktionalisiert,
geframed mit euren 
Corevalues der Irrenanstalt.

Tag für Tag
Angst gemacht

den Hausverstand vertrottelt
das Bildungssystem verkrüppelt.

Das Gras verteufelt statt ihm zu danken
weil Zug für Zug diese Kleingeistigkeit
sich von selbst verflüchtigt
der Angst den Raum nimmt.

Tag für Tag
Angst gemacht
.

Statt zu ermutigen
statt zu erweitern
statt die Herzen zu dehnen
statt dem Volk seine Liebe zu lassen
statt eine Utopie zu benennen
statt die Freiheit des Naziösterreichs
diese grundlose Gnade und Vergebung
zu nutzen mit Sinn und Traum und Willen
zu füllen, zu geben, zu schenken zu
wieder gut zu machen.


Tag für Tag
Angst gemacht
.

Jetzt bald
brauchen wir was ihr 
missbraucht habt für euch und eure
Steigbügelhalter.

Sattel der Macht
Tag für Tag.


Immer wieder
falle ich auf mich rein
renne gegen die Scheibe
verdränge meine Erkenntnis
verrate meine Weisheit
vergesse mein Gewissen.

Suche nach dir da Draußen
glaube es ist dort wo ich nicht bin
verteile die Verantwortung
sprühe aus
spritze raus.

Suche nach mir da Draußen
irre mich, werde bequem und träge, sehnsüchtig
hoffe auf eine Lösung
ohne mich anstrengen zu müssen
will mich heute gut fühlen, sicher, stark.

Weil damals was war
weil es da mal etwas gab
weil du mich damals so zart gehalten,
massiert, gesehen
großartig gefunden hast.

Ich dein Mann der aus dem Nichts kam.
Du meine Frau die ich schon immer.

Wir die einzigen beiden
auf der ganzen Welt
was für ein Glück
Moment.

Wahrheit
Wirklichkeit
Paradies
Erinnerung
Begeisterung
Ermutigung.

Jeden Tag auf’s neue
jeden Tag von vorne
jede Nacht von hinten
immer wie noch nie
immer wieder neu
immer wieder wie der blutigste Anfänger.

Nicht glauben
nicht erwarten
nicht wollen.

Jedes Mal neu, wie noch nie.
Vergessen wer du gestern warst.

Vergessen was jetzt deswegen sein müsste
vergessen was wir von uns einander wissen.

Den Alltag töten
verhöhnen
anspucken
aus allen Tagen verjagen.

Dich immer wieder
wie beim allerersten Mal
staunend wieder erstmals sehen.


Vater Unser
Prater Wunder
Krater Zunder
Blader Runder


Am geilsten 
finde ich ja,
dass sich die 
Branntweinertschechernettln
angesprochen fühlen,
wenn sie vollfett in der Früh 
am ÖVP Plakat vorbei
schrammen.


Sebastian
Du warst im Traum bei mir

hast dich angelehnt
nach Rat gefragt
dich gezeigt in deiner Leere.

Angedockt
an meine Kraft
abgesaugt
von meinem Geist.
Abgeschaut
Gefühle wie du sie nicht kennst.
Eingeatmet
mein Testosteron
meinen Vatergeruch
meinen Schweiß des Scheiterns.

Sebastian
Du hast dir genommen ohne zu fragen

ohne zu zahlen
ohne zu danken.

Du nimmst viel
du greifst zu.
Du raubst dir, was du brauchst
für deinen Machtrausch
für deinen Wahn
für dieses Heißluftgewächs.

Bindest dich an die Mächtigen
benutzt die Weisen
stillst deinen Durst mit fremden Säften.
Wendest dich ab
sobald du genommen hast was du brauchst.

Lächelst mild
zwinkerst zu
verbrennst den gestohlenen Treibstoff
die entwendete Liebe.

Gibst denen die du begehrst
die dir Vater spielen
die dich besitzen
die dich aussaugen
die dich wenn der Tag die Nacht
gekommen sind
wie eine im perversen Sado Kampf erdrosselte Hure
in einem schwarzen Müllsack
in ihre Einzelteile zersägt
durch die Hintertür ihres Palastes
zum Altglascontainer
stellen.

Sebastian
Sebestian
Seh Bestie an.


Wie gut ich dich kenne
besser und länger
als meinen besten Freund
.

Du sickerst
aus meinem Innersten
Versteck

unaufgefordert
unaufhaltbar
unpackbar.

Sinnlosigkeit des Widerstandes
vollkommen.

Wie gut ich dich kenne
tiefer und vertrauter
als meinen besten Freund.

Du drückst
von hinter meinem Herzen
mittendurch nach Vorne
übermächtig süchtig.

Beulst mich Heulst mich
schnürst mich ab.

Wie gut ich dich kenne
näher und stärker
als meinen besten Freund.

Du stichst.
Ich mich Ich.

Gewaltig 
aufschlitzend
schmerzspritzend
drückst den Gestank
meiner verschweissten Kanaldeckel
mitten in die Wirklichkeit
kompromisslos.

Wie gut ich dich kenne
bedrohlicher und brutaler 
als mein bester Feind.

Du akzeptierst
keine Lügen
keine Tricks
keine Masken.

Gnadenlos
trauerst du mich
mein Leben lang
Depression für Depression
runter in die Tiefe.

Dunkelheit.
Dort hin wo ich her komme.
Dort hin wo ich hin gehe.

Zeigst mir das eine
klebrigdichte
allesbedeutende
namenlose
ewige
Alles
.


Unsere Meister begegnen
uns täglich.

Wenn wir sie
erkennen 
statt
sie zu
belächeln.


Paradies

Solltest du 
gegen den wirklichen Plan
des Lebens
im Paradies gelandet sein

Stell dich hin
still

Umarme die dort schlafenden Dämonen
küsse sie auf die Stirn
spritz deinen Samen
spritz deinen Saft
spuck in die Luft

Steh still

Dreh dich um
wisch dir die Tränen aus den Augen

Zieh weiter
geh langsam
schau nach vorne
über den Horizont

Spür wie dein Rücken
wie es in dir
Schritt für Schritt
immer wärmer wird

Zieh weiter
immer weiter.

Bis zu deinem
letzten
Schas.


Du schmeißt Nachts
Steine durch mein 
Fenster

Du steigst ein
ungefragt
in mich hinein

Du breitest dich aus
kommst zurück
in mich

Weil dein Platz
in mir und sonst
nirgendwo ist

Du kehrst immer
wieder Heim

Immer einmal mehr als
ich dich verstoßen 
vertrieben verjagt
verteufelt verklagt
verleugnet verraten
vergessen hab

Du scheißt einen
riesengroßen stinkend klebrigen
Haufen auf meine
lächerlichen Versuche
dich und deine ewige Weisheit
durch Moral Gesetze Willenskraft
zu ersetzen

Du bist mir treu
treuer und wahrhaftiger
als ich mir selbst jemals sein kann

Siehst mich riechst mich erträgst mich
traust glaubst folgst nimmst
alles von mir

Du gefühlst die Welt

Erfühlst mir die zweiten
Wahrheiten

Die Quelle
der Intuition

Du bist Ich
Ganz

Klebrig kleiner schwarzer Dämon mit dem Feuerherz


Ich helfe dir mir
Ich stech dir in dein Herz
helf dir deinen verdienten
hart erarbeiteten brennenden Schmerz
spüren zu dürfen

Ich helfe mir dir
überwinde meine Angst und Traurigkeit
opfere mich auf für
deinen Stich


Tief im Wasserloch
höre ich die Schreie
Im tiefsten Wasserloch
so tief bis an die andere Seite.

Greif ich bis zum Anschlag 
runter, soweit ich
ohne wirklich nass zu werden 
hinunter reichen kann.

Fürchte mich, gebissen zu werden von ihren
kriegsgebietsausgehungerten Goschen
fürchte mich, hinein gezogen zu werden
in ihren Wahnsinn des Unmenschlichbestialischen.

Da höre ich sie wieder, die Stimmen
aus dem Wasserloch.
Leise, schwer vernehmbar, doch je tiefer ich greife
so lauter werden sie,
als ob mein Eindringen die Ursache ist.

Misstrauen in mir
das ist eine Falle
alles untertunnelt.

Sie umkreisen uns, während meine Freunde
und ich in’s Wasserloch starren.

Grelles Licht am Horizont.
Zuerst flach am Boden
wie ein leuchtender Hügel.
Einen Augenblick später
keine Sekunde später
steigt unmissverständlich die grellste
klarste, gefürchtetste Lichtsäule der
Dunkelheit in den Himmel.

Es rennt mich los
neben mir der bombenzerfetzte Iraner.

Es rennt mich
panisch suchend
meine Liebsten
meine Söhne, meine Frau
die Gewissheit rennt mit.

Man hätte euch
nicht lassen dürfen.


Ist der Tag gekommen
Ist es nicht mehr gut.

Entbunden aus der 
Verbundenheit.
Wir drei waren
Wir.

Ist der Moment gekommen.
Wir sind in dem Moment gekommen.
Verbunden aus der 
Entbundenheit.

Rausgerissen aus meiner Ruhe
Hineingeschossen in diesen 
Fremd en Körper.

Du
Wir
Vernabelschnurt.

Ist der Tag
Geburt
Gibt’s nur Tod
ohne kein Leben über.

Du und Ich
ohne jede Grenze
Wir
Welt.

Jeder Körper Teil
in deinem Besitz
jede meiner Öffnungen
Du.

Ist der Tag
Ich
ist es nicht mehr gut
beginnt mein Du.

Hörst du nicht
Auf
deine Liebe
Grenzen.


Ist der Tag
Scham
Ich in mir
Bricht zer.

Kinderseele
verdreht sich Selbst
Schuld
Gefühl.

Zerreisst der goldene
Faden
das Seil des
Urvertrauens.

Beginnt
der Tag
Krieg
Angst.

Ist der Tag gekommen
Ist es nicht mehr gut
Entbunden aus der
Verbundenheit.

Freund
bekommt
einen
Feind.


Auch wenn ich
tausendmal
meinen Dauerharten

Auch wenn ich
tausendmal
meine Zungenspitze

Auch wenn ich
tausendmal
diesen Blick

Auch wenn ich
tausendmal
sie von hinten

Auch wenn ich
tausendmal
meinen Zeigefinger

Auch wenn ich
tausendmal
den Punkt innen

Auch wenn ich
tausendmal
am Nacken gepackt

Auch wenn ich
tausendmal
hochgehoben an die Wand

Auch wenn ich
tausendmal
viermal konnte

Auch wenn ich
tausendmal 
aufgerissen und gefickt

Auch wenn ich
tausendmal
bezahlt

Auch wenn ich
tausendmal
im Puff der Star

Auch wenn ich
tausendmal
Leben gezeugt

Auch wenn ich
tausendmal
in’s Gesicht

Auch wenn ich
tausendmal
ohne zu fragen

Auch wenn ich
tausendmal
gehört hab wie gut

Auch wenn ich
tausendmal
der Scheidungsgrund

Auch wenn ich
tausendmal
gleichzeitig

Erst wenn du mir
deinen stahlharten Riesenschwanz in mein
ängstlich verkrampftes Arschloch gerammt hast
werde ich ahnen können,

was ihr Frauen zulässt.


Ich will so oft sterben
bis ich am Ende
wirklich tot
bin.

Ich will so oft sterben
bis du am Ende
mich wirklich gesehen
hast.


Deine Scheinheiligkeit 
dampft wie ein Schas 
aus deinem kretzigen 
Wurzelchakra.

Deine Hinterfotzigkeit 
kriecht wie Giftgas 
aus deinem grinsenden 
Arschgesicht.

Deine Unehrlichkeit 
blendet wie Gegenlicht 
vor einer unübersichtlichen 
Serpentine.

Dein Täuschungsmanöver 
langweilt wie ein billiger 
80er Porno auf 
VHS.

Deine Arschkriecherei 
dehnt meine Rosette 
und zaubert mir ein mitleidiges 
Lächeln.

Dein Strohfeuer 
brennt wie Schwefel 
in meinen sensiblen 
Nasenlöchern.

Dein Eiertanz
amüsiert 
die zerbrechlichen 
Schalen.

Dein Judaskuss 
kitzelt wie Tante Wetti‘s 
Geburtstagsgraus auf meiner 
Wange.

Mein Hausverstand 
durchschaut wie Röntgen 
durch dein verficktes Ego 
Dich.


Im 
Überschwang
unkontrollierter
übermäßiger 
Dauergeilheit 
unüberlegt unachtsam 

gut 
gemeint

verschicktes
Foto
kommt unter
blöden Umständen 

unerwartet 
unangenehm
 
urpeinlich
überraschender
Weise

ein paar
Monate später

über den
Schreibtisch der
Staatsanwältin
mit dem Vermerk

»
Foto von erigiertem Glied.
Es ist jedoch weder ersichtlich wann
noch von wem dieses Foto übermittelt wurde.
«

in 
eingeschrieben
 
zugestelltem
RsB Kuvert 
an den natürlich 
unschuldigen
Absender 
zurück.


Würde

Wer würde wenn es keine Wunden gäbe Mauern bauen?
Wer würde wenn er beschossen wird nicht zurück schießen?
Wer würde wenn er geschossen hat um Verzeihung bitten?

Würde.


Das Falsche
besser zu machen
führt in die
Katastrophe.


Aufstehen.
Hinstellen.
Ausziehen.
Rausstellen.
Vor die Tür.
Rauf auf den Berg.
Ganz rauf.
Atmen.
Still sein.
Atmen.
Atmen.
Still sein.
Hin stehen.
Aufrecht.
Atmen.
Schauen.

Wer bin ich jetzt?


Ein Leben lang

Ein Leben lang
so getan als ob ich
ein zweites hätte.

Ein Leben lang
mir selbst erklärt
es kommen bessere Tage.

Ein Leben lang
überlegt
was mein Leben ist.

Ein Leben lang
so getan als ob ich
morgen heute sein könnte.

Ein Leben lang
nicht gelebt
weil ich sterben
könnte.

Ein Leben lang
gewartet
auf
mich.